Ina Krüger
„Stoppt doch mal die Plastikflut!“ ist ein Buch, an dem mir ganz viel liegt. Als Wassersportlerin liebe ich das Meer und bin oft auf, am oder im Meer unterwegs. Dabei fällt mir zunehmend auf, wie sehr wir das Meer mit unserem Plastikmüll verschmutzen. Auch begegnen mir immer wieder Meeresbewohner, die durch unseren Plastikmüll in Schwierigkeiten geraten sind. So haben wir unser „Patenkind“ Belle, ein Kegelrobbenbaby, mit tiefen, durch Abfall verursachte Schnittwunden entkräftet am Strand gefunden. Zum Glück hat die Seehundrettungsstation sie aufgepäppelt und wieder ausgewildert. Ein Schweinswal-Baby, dem sich ein Seil um die Schwanzflosse gewickelt hatte, fand ich tot am Strand – ein Fund, der mich zutiefst berührte. Ich begann zu überlegen, wie wir in unserer Familie selbst Plastik einsparen können. Wo anfangen? Bei Körperpflegeprodukten? Bei Lebensmittelverpackungen? Bei Reinigungsmitteln? Mir wurde bewusst, wie viel Plastikmüll wir tagtäglich produzieren und dass es enorm schwierig ist, Plastik komplett zu meiden. Wo also anfangen? Bei mir selbst und auf jeden Fall bei der nächsten Generation! Eine Idee, die wachsen und gedeihen soll muss unbedingt in die Gedanken der Jüngsten gepflanzt werden. Das versuche ich mit meinem Buch. Unterstützt werde ich dabei von meinem Mann Joachim, mit dem ich eine zweite Heimat auf Achill in Irland gefunden habe. Unsere Tochter, sie ist Meeresbiologin, sowie unsere beiden erwachsenen Söhne steuern immer wieder Ideen bei. Danke dafür! „Stoppt doch mal die Plastikflut!“ ist mein drittes Kinderbuch. Mein erstes Buch, „Die Sage vom Mäuseturm für Kinder erzählt“ ist aus der Arbeit mit meiner Schulklasse entstanden, und hat auch seine Wurzeln in meiner Verbundenheit zum  Wassersport. Das zweite Buch, zusammen mit meiner Kollegin Alexandra, „Das Ei steckt fest!“, war ein Projekt mit der Klasse. Die Kinder wollten ein eigenes Buch – und so haben wir gemeinsam „Ottilie“ erschaffen.
Autorin
© Ina Krüger, Bingen, Mai 2019